Bestattungen in Corona Zeiten: Was ist anders?

Finden Sie jetzt einen Bestatter in ihrer Nähe:

Seit einiger Zeit sind wir alle in unseren Leben mit Veränderungen im Alltag konfrontiert.

Urplötzlich mussten wir uns alle auf die Situation des Coronavirus einstellen und verstehen, dass das keine Sache von ein paar Wochen ist. Damit haben sich natürlich auch im Bestattungswesen einige Dinge geändert. Worauf Sie jetzt achten müssen und was sich geändert hat legen wir Ihnen in den folgenden Zeilen dar.

1.Was ist jetzt anders?

a) Gesetzliche Regelungen:

Mit den allgemeinen Regelungen, die im Öffentlichen Raum gelten sind Sie sicher mittlerweile bekannt.

Wenn es um eine Bestattung geht ist es wichtig, dass Sie, so wie der Bestatter auch, weiter Vorsicht walten lassen. Die Abstandsregelung von 1,5 Metern muss eingehalten werden und in geschlossenen Räumen sollte meist auch eine Maske getragen werden.

Was man selbst immer tun kann, um Risiken zu vermindern ist, die Augen offen zu halten und die Mund Nasen Bedeckung aufzusetzen, wenn der Mindestabstand nicht gegeben ist.

Generell sollte unnötiger Körperkontakt eher vermieden werden, waschen Sie sich regelmäßig die Hände und achten Sie darauf auch Ihre Wohnung in einem sauberen Zustand zu halten. Speziell die sanitären Bereiche sowie die Küche sind hier wichtig.

Ansonsten gibt es je nach Bundesland und derzeitiger Situation individuelle Regelungen.

Religiöse Feierlichkeiten, dazu gehören unter anderem Trauergottesdienste, dürfen im kleinen Kreis und natürlich mit allen Hygienevorschriften stattfinden.

Für eine Trauerfeier oder Veranstaltung kommen fast immer Menschen von verschiedenen Orten zusammen. Mittlerweile ist es erlaubt innerhalb Deutschlands und der EU zu verreisen, allerdings gibt es immer noch einige Gebiete mit Reisewarnung. Deshalb und weil sich die Situation vor Ort immer spontan ändern kann, informieren Sie sich am besten vorher bei jeweiligen Bundesländern oder Staaten, in welche Sie verreisen wollen. Hier finden Sie Hinweise über ausländische Reiseziele. Hier gelangen Sie zu den Webseiten der jeweiligen Bundesländer.

Es gibt einige Regelungen für Feierlichkeiten, Reisen und den Alltag. Wir versuchen Ihnen hier das Wichtigste zusammenzufassen, das Sie wissen sollten, wenn eine Bestattung und Trauerfeier in organisiert werden. Da wir allerdings nicht alle Eventualitäten abdecken können, bitten wir Sie individuell unter den obenstehenden Links und den Internetseiten der Bundesregierung nachzuschauen.

b) Einfluss auf die Bestattungsart:

Die traditionellen und wohl auch geläufigsten Arten jemanden zu beerdigen sind mit Sicherheit die Erdbestattung und die Feuerbestattung. Der Unterschied der beiden, liegt darin, dass der Körper bei der Erdbestattung in einem Sarg beerdigt wird, während er bei der Feuerbestattung zuerst verbrannt und später in einer Urne bestattet wird. Diese beiden Bestattungsformen bleiben auch weiterhin ganz normal erlaubt.

Nicht jeder allerdings möchte sich für eine dieser beiden entscheiden. Gibt es also seit dem Ausbruch der Pandemie dort Einschränkungen oder Änderungen? Generell ist es eher nicht die Art der Bestattung die Probleme macht, sondern das „Drumherum“. Seebestattungen zum Beispiel sind eine weniger traditionelle, aber doch sehr beliebte Alternative. Hierbei wird der Verstorbene wie bei der Feuerbestattung verbrannt, dann allerdings nicht in der Erde, sondern im Wasser beigesetzt. Dabei fährt man mit der Urne und dem Bestatter auf einem Schiff auf See und entlässt die Asche des Toten dann an einem bestimmten Punkt. Diese Art bleibt auch weiter erlaubt, allerdings unter den gegebenen Hygieneauflagen, also genügendem Abstand halten und möglichst keinem Körperkontakt. Dabei muss vor allem der Abstand zum Bestatter eingehalten werden! Für Naturverbundene Menschen ist die Seebestattung eine großartige Möglichkeit Abschied zu nehmen. Ähnlich ist es bei der Baumbestattung. Hier wird die Asche des Verstorbenen mit der Erde für einen Baumsetzling vermischt und in die Wurzeln dessen aufgenommen. Der Baum kann dann an einem Ort ihrer Wahl gepflanzt werden und steht dann als Alternative zu einem Grabstein.

Auch hier gilt es, die allgemeinen Abstandsregelungen einzuhalten.  Da es keine detaillierten Regelungen für Bestattungen gibt, gelten auch hier die allgemeinen Bestimmungen für Hygiene bei Feierlichkeiten und Menschenansammlungen.

c) Organisation der Beerdigung:

Nun da Sie einen generellen Überblick für Bestattungen in Zeiten von Corona haben, macht all das das Planen einer Beerdigung schwerer? Das zu sagen ist uns nicht eindeutig möglich, allerdings ist es momentan mit Sicherheit komplizierter. Vor allem wenn Sie oder jemand aus ihrem Umfeld zu einer Risikogruppe gehört möchte niemand unnötige Gefahren provozieren.

Für den Fall, dass Sie sich als gefährdet einstufen, oder einfach niemand anderen gefährden wollen haben wir ihnen einige Unternehmen zusammengestellt, die ihre Planungen vereinfachen können. Da die meisten Menschen bei einer Trauerfeier auf ein schön geschmücktes Grab Wert legen können Ihnen Online Floristen heute helfen. Auch das Erstellen von Trauerkarten ist ein gutes Beispiel für einen Online Service, welcher in der aktuellen Zeit sehr helfen kann.

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist im ersten Moment ein Schock, aber vor allem die Zeit danach kann sehr schwer sein. Viele Menschen wollen sich zumindest für diese Wochen und Monate Hilfe suchen.

Da einen Psychologen oder eine Psychologin zu konsultieren auch viel Kontakt mit Menschen mit sich bringt, bieten heute viele Psycholog(inn)en Ihre Sitzungen auch Online per Videokonferenz an.

d) Einfluss auf die Trauerfeier:

Mit der Bestattung und Trauerfeier möchte man vor allem noch einmal Abschied nehmen. Diese symbolischen und emotionalen Momente stellen oft einen bedeutenden Wendepunkt im Leben der Hinterbliebenen dar. Damit Sie einen Überblick haben und besser planen können, haben wir hier noch einmal die wichtigsten, zu beachtenden Punkte für die jetzige Zeit zusammengestellt.

Eine Trauerfeier in Zeiten von Corona auszurichten ist natürlich mit Einschränkungen versehen. Es wird darum gebeten, dass die Trauerfeier möglichst im Freien oder in zumindest gut belüfteten Räumen stattfinden zu lassen. Für Menschen, die einen religiösen Abschied wünschen, sind Trauergottesdienste auch weiterhin eine Option, hier selbstverständlich unter den Hygieneauflagen der Bundesregierung. Die Trauerfeier sollte möglichst im kleinen Kreis stattfinden, Sie dürfen allerdings auch Freunde und Bekannte einladen. Das wichtigste ist, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden, Körperkontakt vermieden wird, sowie dass eine Anwesenheitsliste geführt wird. In den oben aufgeführten Links finden Sie die Webseiten von Bund und Ländern, in den Bundesländern können gewisse Regelungen verschieden sein. Informieren Sie sich also wie schon erwähnt auch noch einmal dort, um sicher zu gehen!

2. Trauern (in Corona Zeiten)

a, Der Trauerprozess

Auf den Todesfall eines geliebten Menschen vorbereitet sein ist wohl kaum möglich. Trotzdem ist es gut, eine Vorstellung zu haben was einen erwartet und vielleicht Möglichkeiten bereit zu haben wie man damit umgehen kann.

Menschen wollen bei solch emotionalen Themen oft keine Hilfe annehmen, mit jemandem reden oder darüber lesen. Bei einem Trauerfall fühlt man sich sowieso schon schwach und die Konfrontation mit seiner eigenen Verletzlichkeit ist dann einfach eine schmerzliche Begegnung.

So wie alles, ist aber auch das Trauern als Prozess zu verstehen. Es fängt nicht prompt an und hört nicht prompt auf.  Daher unterscheidet man das Trauern auch in einige Phasen, die sogenannten Trauerphasen. Diese bilden den Trauerprozess ab, wobei dies eher als Orientierung dient, da Trauer immer individuell verläuft. Wir werden Ihnen diese, sowie die ein oder andere Methode zur Bewältigung dieser in den folgenden Zeilen vorstellen.

1. Verleugnen

In der ersten Phase beginnt es mit dem Verleugnen des Vorfalls. Man hat die Nachricht gerade erst bekommen und ist nicht bereit, diese zu akzeptieren. Im Grunde bereitet man sich innerlich darauf vor, die Situation anzunehmen. Diese Phase kann eine Weile dauern. Es ist wichtig gerade da vorsichtig mit sich selbst zu sein, da man dazu neigt sich einzureden, dass alles okay sei.

2. Wut

Die zweite Phase der Trauer ist die Wut. Eine Akzeptanz des Ereignisses hat eingesetzt, aber durch die dadurch erzeugten Schmerzen wird ein Schuldiger gesucht. Die Hinterbliebenen suchen in dieser Phase unter anderem nach einem Sinn oder Grund weshalb der geliebte Mensch gehen musste. Wut ist oft als schlecht eingestuft in unseren Köpfen. Allerdings hat Wut eine wichtige Funktion. Sie gibt uns die Kraft aus schweren Zeiten gestärkt hervorzugehen. Dieses Gefühl nicht zu äußern oder falsch zu äußern kann viel Schaden anrichten. Deshalb sind ausgleichende Aktivitäten gesund und richtig. Machen Sie Sport, versuchen Sie darüber zu reden oder auch bestimmte Arten der Meditation können Ihnen hier helfen.

3. Feilschen

Die dritte Phase schließt recht logisch an die zweite an. Nach der Wut kommen Schuldgefühle auf, bei denen die Trauernden sich selbst die Schuld am Tod geben und sich verurteilen. Im Grunde also sucht der Betroffene weiter nach Gründen, jetzt allerdings bei sich selbst, statt bei allen anderen.

Je nach Ausprägung dieser Phase, kann hier das Gespräch mit Freunden oder der Familie helfen, aber auch die Konsultierung eines Trauerpsychologen kann nun hilfreich sein.

4. Depression

Das ist die am schwersten zu meisternde Phase des Trauerns. Man fängt an zu akzeptieren und zu realisieren was geschehen ist, was zwar zunächst etwas Erleichterung verschafft, dann allerdings trifft einen die Hilflosigkeit, die damit einhergeht, sehr hart. Wenn man in diese Phase gerät, raten Experten seine täglichen Routinen beizubehalten und vor allem Sport zu treiben oder viel rauszugehen. In der Natur sind die Gedanken oft freier, weshalb man hier auch Schritte weiter auf die wirkliche Akzeptanz hin macht. Zudem ist es hier natürlich auch hilfreich über alles zu reden und wenn nötig einen Psychologen oder Psychiater zu Rate zu ziehen.

5. Akzeptanz

Die letzte Phase des Trauerns wirkt wie eine Art Aufatmen. Das Chaos von Gefühlen, welches hinterlassen wurde, beginnt sich zu beruhigen. Sie fangen an Lehren aus der Zeit zu ziehen, welche nun zum größten Teil hinter Ihnen liegt und finden wieder mehr Freude am Leben. Besonders schön ist, dass Sie nun auch anderen Trauernden Trost bringen können, ohne sich dabei selbst zu verlieren.

b) Trauerkarten/ Kondolenzbuch

Die Phasen des Trauerns werden durch das Coronavirus nicht wirklich verändert. Was allerdings anders ist, sind die Bestimmungen bei der Trauerfeier. Kein Körperkontakt, also keine Umarmungen oder Küsse sind nicht einfach. Da zwar der engere Familienkreis und einzelne Freunde sich privat sehen dürfen erleichtert das zwar die Situation, beim Begräbnis und der Feier ist allerdings die Situation eine andere. Da natürlich trotzdem jeder seine Anteilnahme und einige Worte zeigen möchte sind in dieser Zeit Trauerkarten und Kondolenzbücher ein tolles Hilfsmittel. Sie sind damit in der Lage ihre Beileidsbekundungen, Erinnerungen und alles, was Sie auf dem Herzen haben in bleibender Form zu hinterlassen. Die Betroffenen haben somit anstatt einer Umarmung zumindest einige emotionale Begleiter durch die schwere Zeit.

Besondere Zeiten erfordern Besondere Maßnahmen.

Wir hoffen mit den Tipps zum Beispiel zur Trauerfeier oder den Phasen nach dem Abschied konnten wir Ihnen etwas das Leben erleichtern.

In diesem Sinne alles Gute und bleiben Sie gesund.

Finde jetzt einen Bestatter.

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